Sexuelle Freiheit ist die Freiheit des anders Liebenden. Mit Simone Barrientos und Leander Sukov.

Sexuelle Freiheit ist die Freiheit des anders Liebenden. Mit Simone Barrientos und Leander Sukov.

14. April 2018 – 19:30

Köln

Die Freiheit ist immer auch die Freiheit des anders Liebenden

[Eintritt frei]

Stollwerck Saal 416

Simone Barrientos ist Feministin und eine radikale Verfechterin der Gleichheit der sexuellen Orientierungen. Sie tritt ein für die „Ehe für alle“, die wegen ihrer Homosexualität verurteilt wurden und ein unbedingtes Bleiberecht für Frauen und Männer die hier in die Zwangsprostitution getrieben wurden. Zugleich kämpft sie gegen die Neo-Prüderie, die auf vielfältige Weise und krebsartig die Gesellschaft befällt. Barrientos hat sich mehrfach unterstützend in der #metoo-Kampagne zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Kunst, wie auch die Werbung, nicht Frauenbilder transportieren sollen die rückwärts gewandt sind. „Erwachsene Menschen“, so Simone Barrientos, „haben ein Recht, ihre Sexualität von der Ausrichtung bis zur Spielart ohne die Gefahr gesellschaftlicher Ausgrenzung zu erleben. Das Recht endet in der Tat bei Minderjährigen und dem Recht anderer unbehelligt zu bleiben. Sonst endet es nicht, so lange es vernünftig und einvernehmlich wahrgenommen wird.“

Zur sexuellen Freiheit gehöre es aber auch frei von Nachstellung, Bedrängung und Nötigung zu sein. Wo eine Frau Gefahr läuft vergewaltigt zu werden gebe es gar keine sexuelle Freiheit, sondern ein Klima von Angst, Einschüchterung und Unterdrückung.

Im Anschluss Leander Sukov: Die fiktionale Welt ist auch real

Leander Sukov ist Schriftsteller und Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Er hat mehrere Romane geschrieben und wird zugleich zur neu entstehenden Gruppe der Neo-Expressionisten gezählt, wie zu neo-pathetischen Lyrikern.

Leander Sukov wird aus eigenen Büchern und aus Werken von Anais Nin und Henry Miller vorlesen.