Werner Seppmann: Die verleugnete Klasse

16,80 

Werner Seppmann legt mit diesem Buch eine Analyse der Klasse und ihrer Rezeption vor. Die notwendige Einmischung in die derzeitige Diskussion großer Teile der Linken wird von ihm fundiert und belegbar vorgenommen.
Bitte beachten Sie auch das Buch „Krise

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Artikelnummer: 9783940274298 Kategorie:

Beschreibung

Noch vor wenigen Jahren hätte die systematische Beschäftigung mit der Arbeiterklasse einige Verwunderung hervorgerufen. Auch in kritischen Kreisen galt sie als eine soziale „Restgröße“ mit dramatisch abnehmendem Umfang und marginalisierter politischer Bedeutung. Weitgehend in den Mühlen eines sich entwickelnden „High-Tech-Kapitalismus“ zermahlen, sei sie bestenfalls noch als historische Erinnerungsgröße zu behandeln. Repräsentativ für diese Haltung ist die Behandlung der Arbeiterklasse im entsprechenden Stichwort des 1. Bandes eines sogenannten „Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus“ (Ed. Haug), das nur noch von ihrer geschichtlichen Existenz zu berichten weiß und über die aktuellen Arbeits- und Lebensformen der Arbeiterinnen und Arbeiter kaum ein Wort verliert.  Solche Defizite korrespondierten damals mit den akademischen Sozialwissenschaften in der BRD, in denen sich seit Mitte der 80er Jahre ein gesellschaftsanalytischer Nihilismus ausgebreitet hatte: Nicht nur die Klassengesellschaft hätte sich weitgehend aufgelöst, auch die sozialen Entwicklungen und das Verhalten der gesellschaftlichen Akteure – so wurde behauptet – sollten weitgehend unabhängig von den strukturellen Voraussetzungen begriffen werden.
„Ein solcher Beitrag über die Arbeiterklasse war schon lange fällig, er ist in dieser Präzision kaum noch zu übertreffen. Mit fundierter Argumentation wird das ganze Gewäsch vom ‚Ende der Arbeitsgesellschaft’, von der ‚Dienstleistungsgesellschaft’, ja vom ‚Ende des Klassenkampfes’ vom Tisch gewischt.“ (Walter Ruge in: junge Welt)