Schleift die Festung Europa

Schleift die Festung Europa

 

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Tear down this wall
Schleift die Festung Europa!

Arrivo_di_migranti_nel_mare_di_Lampedusa_-_Arrival_of_immigrants_in_the_sea_of_Lampedusa,_ItalyAn den südlichen Grenzen Europas, aber nicht nur an jenen, sterben Menschen. In diesem und dem vorigen Jahr allein forderte die Festung Europa mindestens 460 Opfer. Die Flüchtlinge fliehen aus Staaten, in denen Willkür, Gewalt und Unterdrückung herrschen, sie fliehen aus Ländern, deren staatliche Integrität zerschlagen wurde, aus Bürgerkriegsgebieten und Diktaturen. Sie fliehen vor Hunger, Not und Armut.
Sie fliehen aus Regionen, in denen der europäische Kolonialismus geherrscht hat, und sie fliehen vor den Nachwirkungen dieses Kolonialismus ebenso wie vor den Resultaten aktueller Interventionspolitik.

Sie fliehen zu uns.

Sie fliehen nicht leichtfertig, sie fliehen nicht aus milden Gründen. Sie sind keine Wirtschaftsflüchtlinge: Sie fliehen den persönlichen, ganz individuellen Untergang.

Sie fliehen, weil es keinen anderen Ausweg für sie gibt.

Europas Nationen, die nun armen wie die reichen, haben Afrika und Asien, Südamerika und Ozeanien ausgebeutet, haben sich über Jahrhunderte an den Produkten und an der Arbeitskraft der oftmals versklavten Einwohner bereichert. Unbarmherzig und unmenschlich wurden Strukturen zerschlagen und Grenzen gezogen, Traditionen beseitigt und die Reichtümer der Regionen geplündert. Unsere koloniale Geschichte, deren Früchte noch immer Teil des europäischen Reichtums sind, verlangen von uns Demut und nicht chauvinistische Abschottung.
Nicht das europäische Grenzregime mit seinen Schnellboten und Drohnen, mit Nachtsichtgeräten, Hubschaubern und Hundestaffeln darf die Antwort auf den Andrang der Flüchtenden sein. Nicht stacheldrahtumzäunte Lager dürfen das europäische Heim der Fliehenden werden. Nicht Arbeitsverbote, verordnete Armut und Abschottung sollen das Leben der Menschen verengen, die auf unsere Hilfe hoffen. Im Gegenteil: wir sollten sie als Freunde und Partner betrachten.
Die Innenminister der europäischen Mitgliedstaaten blockieren seit Jahren ein gemeinsames europäisches Asylrecht, aus Angst vor den nationalistischen und rechtspopulistischen Parteien in ihren Ländern.
Europarecht muss grundsätzlich auf Menschenrechten basieren – nationale Ängste und Befindlichkeiten dürfen nicht benutzt werden, um Europas Konzernen ihre profitable Müllkippe  zu erhalten!

Europa braucht eine humanitäre und humanistische Flüchtlingspolitik.

Zugleich brauchen die Bewohner der Länder, aus denen so viele fliehen, Hilfen, die nicht die einheimische Ökonomie zerschlagen, nicht die dortige Landwirtschaft vernichten und nicht der Herrschaft von Warlords und Clans Vorschub leisten.

Wir, Schriftsteller und Künstler, fordern die Gremien der Europäischen Union auf:

  •     Schafft ein humanitäres Flüchtlingsrecht
    Schafft ein menschliches Asylrecht
    Schafft die Dublin-II-Verordnung ab
    Begreift: Kein Mensch ist illegal
    Beendet das Sterben

 

Erstunterzeichner
Carmen Maja Antoni, Schauspielerin
Jennifer Antoni, Schauspielerin
Rolf Becker, Schauspieler
Jan Degenhardt, Musiker
Kai Degenhardt, Musiker
Diether  Dehm, Textautor, Komponist, MdB
Elisabeth Dishur, Objektkünstlerin
Heidrun  Hegewald, Malerin, Schriftstellerin
Per Ole Heidorn, Musiker
Mena  Koller, Schriftstellerin
Robert Lange, Maler
Manfred Maurenbrecher, Musiker
Robert Menasse, Schriftsteller
Peggy Parnass, Schriftstellerin, Schauspielerin
Prinz Chaos II, Musiker, Schriftsteller
Max Prosa, Musiker
Renate Richter, Schauspielerin
Thomas J. Richter, Maler
Viola  Roggenkamp, Schriftstellerin, Publizistin
Christa Schuenke, Schriftstellerin, Übersetzerin
Gerhard Seyfried, Schriftsteller, Zeichner
Robert Stadlober, Schauspieler, Musiker
Leander Sukov, Schriftsteller
Dieter Süverkrüp, Musiker
Imre Török, Schriftsteller
Hannes Wader, Musiker
Konstantin Wecker, Musiker, Schriftsteller
Manfred Wekwerth, Regisseur

8 Kommentare "Schleift die Festung Europa"

  1. Caelyn   31. August 2014 at 04:28

    Your answer shows real incleligente.

    Antworten
  2. Peter (Köln)   21. Oktober 2013 at 23:49

    Die Petition ist wichtig, habe bereits unterschrieben, trotz aller Bedenken, die vielleicht bestehen könnten.

    Habe irgendwo gelesen, dass die ‚Mittelschicht‘ (relativ wohlhabende Menschen) flüchten und ihre Heimatländer verlassen, was für die betroffenen Länder sicherlich nicht zum Vorteil ist.

    Was für mich die Sache so unerträglich macht ist, dass Kinder, Frauen und Männer vor den Grenzen Europas einfach absaufen. Ja ein Zustand, mit dem ich mich einfach nicht abfinden kann und möchte.

    Antworten
  3. Leander Sukov   20. Oktober 2013 at 18:19

    Gut, dann waren es die Achsenmächte und nicht PI. Ich verwechsele die immer. Ist ja auch nicht schwer. Ich weiß auch, wer der Autor ist. Komischer Kerl. Ich kenne ihn.
    Ihrer Sicht auf die Zukunft und mein, resp. „unser“, Verhalten kann ich nichts Adäquates entgegensetzen; ich bin gar kein Hellseher. Wenn Sie das weiter diskutieren wollen, besuchen Sie doch einfach einen der nächsten Esoterikkongresse.
    Hinsichtlich der Erstunterzeichner darf ich versichern, falls das von Interesse ist: wir wohnen alle sehr verschieden. Ich zum Beispiel wohne in Kreuzberg, neben mir wohnt eine nette Großfamilie aus Rumänien und auf der anderen Seiten eine kleinere Familie aus Polen, hinten an wohnt ein US-Amerikaner. Falls man in der Gegend ein Heim für Asylbewerber errichten wollte, hätte ich rein gar nichts dagegen einzuwenden. Von mir aus ginge das klar.

    Antworten
  4. Kleber, Klaus   20. Oktober 2013 at 17:09

    Hallo,

    da liegen Sie falsch, denn das stand vornehmlich bei der „Achse des Guten“ bevor Sie jetzt die Keule in die Hand nehmen.
    Außerdem sollten Sie sich auch mal darüber informieren wer das verfasst hat.
    Das ausgerechnet jemand wie Sie von Unsinn faselt wundert mich allerdings nicht, denn der Autor schreibt eben nicht politisch korrekt und nimmt kein Blatt vor den Mund.

    Ihre alberne Polemik in Ehren, aber wirklich argumentativ kommen Sie nicht rüber.
    Bin nur erstaunt wie schnell ein angeblich „intellektueller“ Mensch so schnell persönlich wird, wenn man nicht in seinem politisch korrekten Chor rumtrötet.
    Was Sie glauben geht mir übrigens am Allerwertesten vorbei, denn das offenbart lediglich ihre eigene Unfähigkeit sich in der Realität zu bewegen.
    Stattdessen kommen Sie mit dümmlicher Polemik die lediglich aus Worthülsen besteht.

    Ich empfehle mich, denn wer hier mit „negativen Facetten
    des dt. Kleinbürgers“ argumentiert und sich derart polemisch gibt ohne auf die wirklichen Probleme einzugehen, ist eh nicht ernst zu nehmen.
    Sie und Ihresgleichen werden allerdings die ersten sein die aufheulen wenn sie selbst betroffen sind, aber dann will es wieder keiner gewusst haben.

    Diese Petition werde ich natürlich nicht unterzeichnen und die ganzen bisherigen Unterzeichner leben mit Sicherheit in Vierteln wo niemals ein Asylant auftreten wird, geschweige denn ein Asylantenheim entstehen würde.
    Und genau darin liegt diese geheuchelte Anteilnahme, denn dann würde man selbst aufheulen weil man plötzlich selbst betroffen ist, wenn der Wert des Eigenheims in den Keller geht und sich die Einbruchsdelikte in der unmittelbaren Umgebung häufen, oder man gar körperlich „bereichert“ wird.

    byebye

    Antworten
  5. Leander Sukov   20. Oktober 2013 at 15:59

    Den Unsinn, der sich hinter dem „Das Schlachten hat begonnen“ verbirgt und der auf der Seite PI zu finden ist, habe ich gelesen.
    Ihnen darf ich meine Hochachtung aussprechen. Sie geben sich viel Mühe alle negativen Facetten des deutschen Kleinbürgers, der um sein Hab und Gut besorgt ist, um seine Kirchtumsspitze Angst hat und gerne Scheinargumente anführt ganz superb darzustellen. Es gelingt Ihnen in der Tat.
    Ich glaube, ich kenne sie aus dem Film. Heißen Sie in Wirklichkeit Diederich Heßling waren ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt?

    Antworten
  6. Kleber, Klaus   20. Oktober 2013 at 15:28

    Hallo,

    danke ob ihrer weiteren Polemik, dachte allerdings nicht das es so hilflos rüber kommt, aber sie werden bestimmt dafür sorgen das es hier allen Wirtschaftsflüchtlingen sehr gut geht.
    Warum in den Booten überwiegend gesunde, junge und kräftige Männer hocken, dürfte wohl auch ein Geheimnis bleiben.
    Am besten stellen Sie ihr Hab und Gut zur Verfügung und lassen ein Asylantenheim gleich neben ihrem Grundstück bauen.
    Über ihren empörten Aufschrei würde ich mich jetzt schon köstlich amüsieren.
    Welche Probleme mittlerweile integrationsunwillige Muslime in Europa machen, dürfte ihnen wohl entgangen sein, aber das wundert mich jetzt nicht wirklich, davor verschließt man ja lieber die Augen und redet von Einzelfällen.

    „Die Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft“, sollten Sie unbedingt drüber nachdenken.
    Es ist übrigens gut das Sie meinen Kommentar stehen lassen, denn dies zeigt das es noch Menschen gibt die nicht der politischen Korrektheit verfallen sind.

    „Das Schlachten hat begonnen“ wäre übrigens auch eine Lektüre die Sie zum nachdenken bringen könnte.

    MfG

    Antworten
  7. Leander Sukov   20. Oktober 2013 at 13:00

    Kleber,

    sehen Sie, in Europa ist die Gefahr, dass der Kollaps der Kulturen aufgrund von intergrationsunwilligen Muslimen erfolgt, viel geringer, als die Gefahr, dass er aufgrund solcher Menschen, wie Ihnen erfölge.
    Ich erlaube mir, Ihren Kommentar stehen zu lassen, weil er als schlechtes Beispiel hervorragend geeignet ist.

    Antworten
  8. Kleber, Klaus   20. Oktober 2013 at 11:59

    Hallo,

    es ist polemischer Unsinn zu behaupten das die Flüchtlinge vor den Nachwirkungen der Kolonisation flüchten.
    Dies soll nur ein unsägliches Argument sein die europäischen Staaten in die Pflicht zu nehmen.
    Die hatten genug Zeit ihre Länder in Ordnung zu bringen, aber das wird durch den mittelalterlichen Islam verhindert.
    Diese Ideologie des Islam ist schuld das dort solche Zustände herrschen, sollen sich die Flüchtlinge an ihre Glaubensbrüder in den reichen arabischen Ölstaaten wenden.
    Aber die kommen natürlich lieber hierher, weil es hier Geld fürs Nichtstun gibt.
    Nein, es ist genug, bevor in Europa der Kollaps der Kulturen erfolgt, dann integrationsunwilliger Muslime.

    MfG

    Kleber

    Antworten

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