Stefan Wimmers „Die weiße Hölle vom Fuxnhof“
Stefan Wimmers „Die weiße Hölle vom Fuxnhof“ (ISBN 978-3-9817295-0-4, 20 €) ist ein sprachliches Feuerwerk, das den Leser von der ersten Zeile an in seinen Bann zieht. Wie schon in „Der König von Mexiko“ beweist Wimmer hier seine unnachahmliche Kunst, Geschichten zu erzählen, die postmoderne Verspieltheit mit altmodischer Eleganz verbinden. Seine Prosa ist nie langweilig, nie platt – sie sprüht vor Ideen, funkelt vor scharfem Witz und bleibt dabei immer sinnlich und sexy, ohne je in billigen Schenkelklopfer-Humor abzurutschen.
Wimmer schafft eine Welt, in der Nostalgie und Anarchie aufeinandertreffen, in der Jugend, Alkohol und die absurde Suche nach Liebe im Skilager zu einer mitreißenden Hymne auf das Leben werden. Sein Stil ist präzise und poetisch, seine Bilder so ungewöhnlich wie einprägsam. Die Figuren sind lebendig, die Dialoge messerscharf, und die Handlung voller unerwarteter Wendungen. Wer „Der König von Mexiko“ geliebt hat, wird hier wieder das finden, was Wimmer so einzigartig macht: eine Stimme, die zwischen Tradition und Rebellion tanzt – und dabei immer wieder verführt. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern mit allen Sinnen erlebt.