Und immer wieder: Keine Ahnung haben, aber schreiben

Und immer wieder: Keine Ahnung haben, aber schreiben

Gleich vorweg: Ich werde irgendwann auch mitmachen beim Reigen derer, die über Dinge schreiben, mit denen sie sich offenbar nicht beschäftigt haben. Ich habe mir überlegt, mich dann der Geologie zu widmen. Ich garantiere, ich habe keine Ahnung von Gesteinen. Isabell Metzger hat keine Ahnung vom Internet. Das allein wäre nicht schlimm. Man muss keine […]

Und immer wieder: Das unheimliche Internet

Und immer wieder: Das unheimliche Internet

Gleich vorweg: Ich werde irgendwann auch mitmachen beim Reigen derer, die über Dinge schreiben, mit denen sie sich offenbar nicht beschäftigt haben. Ich habe mir überlegt, mich dann der Geologie zu widmen. Ich garantiere, ich habe keine Ahnung von Gesteinen. Isabell Metzger hat keine Ahnung vom Internet. Das allein wäre nicht schlimm. Man muss keine […]

Unausgegorene Gedanken zum Urheberrecht

Unausgegorene Gedanken zum Urheberrecht

Wir brauchen eine ruhige Urheberrechtsdebatte, die zu allererst Zielgebiete definiert und dann erst die konkreten Zielorte. Wir brauchen eine angstfreie, auf der Basis der technologischen Möglichkeiten geführte Auseinandersetzung, die solidarisch ausgetragen wird. Wird sind noch weit davon entfernt. Ganz offenbar ist das Internet eine technische Möglichkeit, die den Rahmen der bisherigen Formen vollkommen gesprengt hat. […]

Linke Buchtage linken Laika

Linke Buchtage linken Laika

    Solidaritätsaufruf gegen die Zensur Am 9. Mai 2012 erfährt der LAIKA-Verlag Hamburg, dass der Verlag „aus politischen Gründen“ von der Teilnahme an den Linken Buchtagen 2012 in Berlin „ausgeschlossen“ wurde. Hintergrund war die Anfrage von Berliner FreundInnen des Verlages nach einem Standplatz. Auf telefonische Nachfrage bei dem uns genannten Sprecher Christian W., erfährt […]

Zur Urheberrechtsdebatte

Zur Urheberrechtsdebatte

Kein Grund für Angst Die Debatte um das Urheberrecht, die fast gleichzeitig von der Piratenpartei und von Schriftstellern eröffnet worden ist, kann so nicht geführt werden, wie sie geführt wird. Zum einen ist es natürlich richtig, wenn ins Feld geführt wird, dass die meisten Schriftsteller, die den Aufruf unterzeichnet haben, das Netz und seine Funktionalitäten […]

Kritiker zu “Warten auf Ahab”

Kritiker zu “Warten auf Ahab”

Ich bin sehr stolz darauf, dass mich die Kritiker, die bislang Warten auf Ahab rezensiert haben auf so schön duftende Rosen gelegt haben: "Das Faszinierende an Sukovs Werk, das nur nach Tagesdatum gegliedert ist und sich keinem Plot unterwirft, ist die libertierende Umkehrung der famosen Urbanitäts-Metapher in die Darstellung eines freigewählten Gefängnisses sich für trendig […]

Künstleraufruf zu Blockupy

Künstleraufruf zu Blockupy

Sie nennen es Freiheit, wenn sie ihre Banken schützen Aufruf zu Blockupy in Frankfurt vom 16.-19.5.2012 Sie nennen es Freiheit… …wenn sie Banken und Vermögen schützen. – Wenn Freiheit für Milliardäre die Freiheit von Millionen bedroht, wird Widerstand zur Pflicht. Sie nennen es Freiheit… …wenn sie es zulassen, dass Banken mit dafür verantwortlich sind, daß […]

Wir brauchen einen literarischen Aufbruch

Wir brauchen einen literarischen Aufbruch

Zunächst einmal das: Künstler haben keine Pflichten, sie müssen nichts, nicht einmal Kunst machen. Das gilt auch für Schriftsteller. Es gibt keine Pflicht gesellschaftliche Prozesse, ja Gesellschaft als Ganze abzubilden, ihre Unzulänglichkeiten, ihre Schwächen, das in ihr bestehende Ausbeutungssystem. Nein, Künstler müssen sich nicht damit beschäftigen. Aber sie sollten es tun. Die Aufforderung, sich auf […]

Eichmann und die Gegenwart

Eichmann und die Gegenwart

Auf 3sat der Eichmannprozess. Und da ist es wieder, indirekt, aber deutlich: das Versäumnis dieses Staates, der nun wieder groß und deutsch ist. Dieses Versäumnis, dass dieser Staat keinesfalls nicht hätte versäumen können. Deutlich ist es durch die Verfolgung Eichmanns in und durch Israel, und das Deutliche heißt Nichtverfolgung der Nazilumpen in der BRD, heißt […]

Warten auf Ahab: Gut aus der Zeit gefallen

Warten auf Ahab: Gut aus der Zeit gefallen

Marcel Malachowski hat im FREITAG eine ganz wunderbare Rezension über “Warten auf Ahab” geschrieben, die mich mit einigem Stolz erfüllt. Da ich es mir zur Angewohnheit gemacht habe, nie inhaltlich auf Rezensionen einzugehen, will ich es auch hier so halten. Allerdings kann ich nicht umhin eitel auf sie hinzuweisen: “Die schöne, subjektivistische Sprache, die Sukov […]

Herr Fuld und die Literatur

Herr Fuld und die Literatur

Ich habe diese Sendung gestern gehört. Das reicht. Herrn Fulds Buch zu lesen, werde ich mich nicht überwinden können. Aber was er da an Positionen vertritt, spiegelt die Realität eines quasi post-mccarthyanischen Literaturbetriebes West, der sich – ganz Siegerposing – der literarischen Leistungen des anderen deutschen Staates entledigen will, auch, wie ich glaube, weil sie […]

Muttertag

Muttertag

Am 8. Mai ist Muttertag. Am 8. Mai können wir der Mütter gedenken, die in den deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden, deren Kinder totgeschlagen wurden von den Schergen des Naziregimes, während “dieser Zeit der ungetünchten kapitalistischen Herrschaft”, den Müttern, die als Partisaninnen gegen die verbrecherischen Truppen des Nazireiches kämpften, in Polen, in der Tschechoslowakei, in Jugoslawien, […]

Volker Gransow über “Warten auf Ahab”

Volker Gransow über “Warten auf Ahab”

Volker Gransow macht mich mit seiner Rezension ganz, wie soll ich sagen: betroffen beschämt. Sie ist so schön, sie greift so tief, sie erkennt auch, was ich nicht (mehr) geschrieben habe oder nicht schreiben wollte, weil ich nicht alles auszuloten mir aufgetragen hatte, was auszuloten gewesen wäre über das Maß hinaus, welches ich mir erlaubte […]

Das Mädchen auf dem Hochseil

Das Mädchen auf dem Hochseil

Das Mädchen auf dem Hochseil Das Mädchen auf dem Hochseil war ein paar Jahre älter als ich. Das Mädchen auf dem Hochseil trug ein Trikot, ich trug kurze Hosen und einen Pulli. Dem Mädchen half einer, den ich für ihren Vater hielt, auf das Hochseil. Ich stand, denn Stühle oder Bänke gab es nicht, neben […]

Jordan Karun

Jordan Karun

Eure Falken sind eure Falken Erwartet nicht, dass sie sich benehmen, als wären sie weiße Tauben. Wenn ihr eure Falken fliegen lasst, so werden sie tun, was zu tun ihnen aufgetragen ist. Bedauert nicht, zu spät dann, eure Tat den Falken die Sicht auf den Feind gewährt und ihren Flug gestattet zu haben. Es wird […]

Grass und die Meute

Grass und die Meute

Man müsste Grass‘ Gedicht kritisieren … und man kann es nicht mehr tun, weil man sich, jedenfalls für den Moment, gemein machen würde, mit dieser heterogenen Meute, die ihn nun jagt. Man würde sich gemein machen, mit denen, die nicht nur einmal mehr beweisen, dass es kein Feuilleton mehr gibt, welches diese Bezeichnung auch verdient, […]

Frühling

Frühling

Die Frühlingssonne wirft ihr Licht auf erstes Grün. Hoch unter einem grauend blauen Himmel kreisen Schwalben. Vom Park herüber lachen Kinder, die nicht flieh’n. Ein Tag ist das, so wie aus schwarzen Fotoalben. Die Mutter unter Tränen gibt dem Kind die leere Brust. Der Boden öffnet rissig sich für tausend Seelen. Und tausend Seelen sind […]

Gauck im Interview. Einige Anmerkungen.

Gauck im Interview. Einige Anmerkungen.

SZ: In Ihrem Fall waren sich öffentliche und veröffentlichte Meinung einig. Bei Thilo Sarrazin jedoch scheinen sich die politische Klasse und die Medien gegen die Mehrheit der Menschen verschworen zu haben. Wie erklären Sie sich das? Muslima in einer Berliner S-Bahn Foto: Regina Schmeken Bild vergrößern Gauck: Ich habe das etwas anders wahrgenommen. Der seriösere […]

Tschaikowski Violinen-Konzert D-Dur

Tschaikowski Violinen-Konzert D-Dur

Über den Schnee des kleinen Parks vor meinem Arbeitszimmerfenster fährt eine Kutsche nach Moskau. Die Nüstern der Pferde dampfen in der kalten Luft. Durch die kalten, grauen Wolken fliegt der Ton einer Geige. Bauern hungern diesen Winter, wie jeden. Heißen starken Tee trinken Kosaken im Heerlager. Das Elend wird elender unterm Winterwind. Das Orchester seziert […]

Warten Auf Ahab

Warten Auf Ahab

“Warten auf Ahab” ist ein Roman über Liebe, ganz eigentlich über die Verzweiflung, die Liebe bringt, wenn man sie nicht zu spüren vermag. “Warten auf Ahab” muss deshalb auch ein politisches Buch sein. Das liegt nicht nur an der Protagonistin, einer Frau, Mitte Zwanzig, aus einem Dorf in Brandenburg. Sie ist aktive Antifaschistin, sie ist […]

Ein Lehrstück über den Imperialismus

Ein Lehrstück über den Imperialismus

Im Jahre 2005 erschoss ein Trupp US-amerikanischer Soldaten in Afghanistan Einwohner eines Dorfes: Kinder, Frauen, Männer, einen alten Mann im Rollstuhl. Nun erging das Urteil gegen den Truppführer: 80 Tage Haft und Degradierung – bei vollen Bezügen – zum Gefreiten. Es ist die perfide, menschenverachtende amerikanische Aussenpolitik, die hier in ihrer ganzen Gewalttätigkeit die Akzeptanz […]

Zu Syrien

Zu Syrien

Die Forderung von Teilen der syrischen Opposition, insbesondere von solchen Teilen, die sich im westlichen Ausland befinden, nach einer Intervention der NATO wird lauter. Gefordert wird das libysche Modell, also die Einrichtung einer Flugverbotszone. Es muss die Aufgabe von China und Russland sein, zu verhindern, entsprechende Resolutionen im Sicherheitsrat der UNO zu fassen – zur […]

Laupmann erzählt (III)

Laupmann erzählt (III)

"Machen wir uns nichts vor", sagte Laupmann und begann sofort damit. Er schob, der Dramatik halber, sein Tablett mit beiden Händen hin und her und hielt seinen Blick, Interesse heuchelnd, auf die Kohlroulade gesenkt, die in einer hässlichen, durchscheinend grauen Soße schwamm. Vielleicht blickte er auch auf die industriell geschälten Kartoffeln oder den Schokoladenpudding, dessen […]

junge welt: Überreaktionen als Demaskierung

junge welt: Überreaktionen als Demaskierung

Der Dank der Jungen Welt am 13. August Man mag als Fehler ansehen, was die Junge Welt am 13. August für eine gute Titelseite hielt. Die gezielte, und ganz eindeutig auf die völlig einseitige Geschichtsbetrachtung der sogenannten Berliner Mauer gerichtete Provokation, mag vielen sauer aufstoßen. Auch wenn sie Freunde der Jungen Welt sind. Die Reaktionen […]

{Die Stadt} Aus der Finalen Sequenz

{Die Stadt} Aus der Finalen Sequenz

Unter Bäumen küssen wir uns, halten unsere Hände ins kalte Wasser des Sees. Gehen Hand in Hand. Erzählen uns, was wir sehen und sehen immer nur fast das Gleiche, doch immer das Selbe, bewahren uns davor, so sehr schon Eins zu sein, dass wir uns ganz in uns verlieren zu früh. Wie schön dieser Tag […]

{Die Stadt}

{Die Stadt}

Jonas. Telefon. Nummer wählen. Warten. Auflegen. Jonas. Nummer wählen. Warten. Auflegen. Jonas. Nummer wählen. Warten. Nicht auflegen. Hier ist Marie sagen. Dabei fast husten. Hals trocken. Warten. „Oh“ hören. „Das ist ja schön“ hören. Die Frage hören, ob er vorbei kommen könne heute Abend. Wie spät ist es? Vier am Nachmittag schon? Oh, mein Gott, […]

{Die Stadt}

{Die Stadt}

(Nach einer Demo ist Marie ins Krankenhaus gebracht worden, von Jonas, den sie noch gar nicht kennt, der sie vor dem Zugriff der Polizei gerettet, zum Saniplatz gebracht und dann in die Charité gefahren hat. Dort wartet sie auf eine Röntgenuntersuchung, sie wird im Rollstuhl herumgefahren, weil man nicht weiß, ob sie Brüche hat …) […]

{Die Stadt–Schnippsel}

{Die Stadt–Schnippsel}

Ich nehme ihm die Tüte aus der Hand, stelle sie auf den Tisch, ziehe Kevin wieder zu mir heran, fasse unter sein T-Shirt, fühle seine warme, weiche Haut, seine Brustwarzen, klein, hart, fühle seinen Atem, der nun stoßweise geht. Das T-Shirt über den Kopf und auf den Boden. Den Gürtel auf. Die Hose. Und sehen, […]

Die SPD will Party machen

Die SPD will Party machen

Vorwärts Der Briefkasten des Verlages klappert, ich denk‘ es ist die Post. Ist aber nicht die Post – es ist, d.h. es war die SPD. Bis ich von meinem Arbeitszimmer unten bin, ist der Verteilmensch weg. Aber er hat ein Extrablatt des Vorwärts dagelassen. Die SPD feiert. Sie hat ihr Willy-Brandt-Haus umgebaut und will am […]

{Die Stadt} Alles Glueck der Menschen liegt in weiten Strassen.

{Die Stadt} Alles Glueck der Menschen liegt in weiten Strassen.

Der Silberhaarmann streicht mir über die nackte Haut des Bauches. „Wer kann es schon wissen? Wer kann schon wissen, was einen zum Mörder macht, zum Völkermörder, zum Folterer. Welche Umstände es waren, welche Prozesse abgelaufen sind um diese Menschen. Wer kann die pathologischen Mörder unterscheiden von den gelernten Befehlsempfängern?“ Dann wieder küsst er mich, aber […]

{Die Stadt}

{Die Stadt}

Und wir reden. Über die DDR und wie die mal war und wie die hätte sein sollen, aber nicht gewesen ist. Über die neuen Deutschen Kriege, also die sogenannten friedensschaffenden Maßnahmen, die es mir ermöglichen, zu sagen, ich sei ein Kriegskind. Und über die Zeit, als er jung gewesen ist, also in meinem Alter. Natürlich […]

DIE Stadt (Geister-Schnippsel)

DIE Stadt (Geister-Schnippsel)

Und am Abend dann, nehme ich mir vor: Wieder Foucault lesen. Stück für Stück, analysierend, konzentriert. Gespensterstunde dann. Wenn ich an meinem Theoriehaus mauere ist immer Gespensterstunde. Diese Geister müssen untot bleiben, Münzer mit dem Hammer, dem man heute natürlich eine überbraten müsste, wegen des religiösen Scheißdrecks, den man aber küssen müsste, wegen seines Mutes. […]

Passt die akademische Ausbildung an!

Passt die akademische Ausbildung an!

Seien wir ehrlich: Die Treibjagd auf Guttenberg kann sich jederzeit gegenüber anderen Personen wiederholen. Das muss ein Ende haben! Und da gibt es nur eine Lösung: Neue Richtlinien für die Vergabe von akademischen Titeln müssen her. Ich schlage deshalb vor, diese Titel zukünftig nach vereinfachten Verfahren zu vergeben: Bachelor-Abschlüsse werden nach Noten vergeben. Die Kopfnote […]

Guttenberg

Guttenberg

Die FAZ titelt launig “Guttenberg schreibt Doktortitel vorerst ab” und auch anderenorts ist man in Helaustimmung. Dass es den bereits als künftigen Kanzlerkandidaten oder – je nach Gusto und landsmännischer Bestimmung – bayrischen Ministerpräsidenten gehandelten Verteidigungsminister kalt erwischt hat, freut offenbar nicht nur Merkel und Seehofer. Aber um den Doktortitel soll es mir nicht gehen. […]

Die Stadt (ein Schnippsel)

Die Stadt (ein Schnippsel)

{Die Stadt} Kevins Rücken ist naß. Das Licht der Lampe spiegelt sich neblig auf der Haut. Power. Von hier denken: Rücken, Haut → Minutennostalgie. Auf die Knie. Brennende Autos. Landwehrkanal. Küss meine Füße. Im Feuer. Schule → Marie, kannst Du uns den Inhalt des Gedichtes in Deinen Worten wiedergeben. Antwort: Ich weiß nicht. Reichen Wörter? […]

Shakespeare in Leipzig

Shakespeare in Leipzig

Gestern war Shakespeare in Leipzig. Sogar als drei Menschen in einem Boot. Die Menschen waren die großartige und in der Tat verdienstvolle Übersetzerin Christa Schuenke, über die es sich lohnt in Wikipedia nachzulesen; Jan Weinert, dessen Übersetzungen sich in Metrik und Wortwahl so nahe wie möglich "in der Zeit", also der englischen Renaissance befinden – […]

Deportation

Deportation

Von Guido Rohm Siehe auch hier Da wird deportiert, da hat die Polizei zugegriffen, weil so eine Polizei zum Zugreifen, Zuschlagen, Zumundmachen, Zuschließen da ist, also sind sie gestürmt, rein ins Flüchtlingsheim, denn der kleine Neger muss raus, da las ich gerade über einen Menschen namens Code, die Wegschließer und Abführer hätten den Code aus […]

Ich bin kein postmoderner Autor

Ich bin kein postmoderner Autor

Gerade am Telefon: Würdest Du Dich als postmoderner Schriftsteller sehen, fragt mich jemand. Nein, so sehe ich mich nicht. Ich verspreche mich, vorsichtig, sehr vorsichtig einzuordnen und verspreche, das öffentlich, also in meinem Blog zu tun … Ich bin, vermute ich, ein Neoexpressionistischer Autor. Diese Einlassung ist mit Vorsicht zu genießen, denn es gibt gar […]

Was soll das eigentlich mit diesem Sukov, Sukov?

Was soll das eigentlich mit diesem Sukov, Sukov?

Fragt mich ein Genosse aus Hamburg. "Na", sage ich, "das ist ganz einfach. Ich möchte nicht immer gefragt werden, ob ich verwandt wäre mit dem, der auch meinen bürgerlichen Nachnamen trägt. Der nämlich hat die Seiten gewechselt." Das sei, sagt der Genosse, doch nicht schlimm. "Eigentlich nicht", entgegne ich, "aber wenn er vom ‚Parteidichter‘, also […]

{Die Stadt}

{Die Stadt}

Vor meinem Palmyra stehen die Legionäre Aurelians und alles ist aus. Das Ende ist nicht mehr aufzuhalten. Zu schwach ist meine Armee, zu schwach sind die Mauern. Ich habe den Römern den Weizen Ägyptens geraubt, als ich mein Reich mit Krieg vergrößerte. Ihr Hunger hat sie böse gemacht. Jetzt bellen ihre Hunde vor der Stadt, […]