CSU-Trauerspiel um die Münchner Kammerspiele

CSU-Trauerspiel um die Münchner Kammerspiele

Wir dokumentieren nachfolgend die Pressemitteilung der kulturpolitischen Sprecherin der LINKEN im Bundestag, Simone Barrientos, zum Angriff der CSU auf die Münchner Kammerspiele.

PRESSEMITTEILUNG

»Wer einen Kulturbetrieb öffentlich auffordert, sich politisch neutral zu verhalten, greift direkt die Freiheit der Kunst und damit das Fundamt der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung an.«
Simone Barrientos, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag appelliert an die deutschen Kulturschaffenden den Versuch der CSU Künstler zum Maulhalten zu bringen, zurück zu weisen.

Manuel Pretzl (CSU) hat den Münchner Oberbürgermeister aufgefordert, den Kammerspielen München die Beteiligung an der Demonstration “#ausgehetzt – gemeinsam gegen die Politik der Angst!“ zu untersagen. Die Kammerspiele hätten sich als städtischer Eigenbetrieb zu parteipolitischer Neutralität verpflichtet.

»Manuel Pretzl will einem Kulturbetrieb die Meinungsäußerung untersagen. Das kennen wir von rechten und autoritären Regierungen. In Österreich, Ungarn und Polen können wir derzeit beobachten, wie die dortigen Regierungen in Kunst und Kultur durch Sanktionen und Geldkürzungen einzugreifen versuchen – die Nebenaußenpolitik der CSU und die Freundschaft zu den dortigen Regierungen schlägt offenbar in bayrische Innenpolitik um. Ein Grund mehr, kommenden Samstag gegen die Politik der bayrischen Landesregierung auf die Straße zu gehen!« Man erkenne, so die Politikerin, die aufgrund von Aufmüpfigkeit und Widersetzlichkeit in der DDR kein Abitur machen konnte, dass das PAG und die Politik der CSU in einen Staat der Unfreiheit münden werden, wenn man dem keinen demokratischen Riegel vorschiebe.

Simone Barrientos unterstützt als Erstunterzeichnerin die Brüsseler Erklärung für die Freiheit der Kunst.
Zur Erklärung: https://tinyurl.com/y6weszuj