Meersburg im Winter

Meersburg im Winter

Am Morgen schweigt im Nebel
der unsichtbare See.
Enten treiben wie Stücke
verbrannten Holzes im kalten Weiß.

Dass dort, den Berg hinauf
die Droste starb, hat
Benn vermeldet. Tatsächlich
ist das Bett ganz kinderklein.
Mit den Augen nahmen wir Maß.

Dazu ein Kachelofen, grün.
Tapeten und ein Kranz.
Ein Bild voll Depression
dem Fenster zu.
Unten im Ort, schrieb sie
habe man sie nicht scheel angesehen.

Heute ist der Wein nach ihr benannt
verkauft sich gut. Vom Dach
poltert der Schnee und ungelesene
Verse gibt’s im Faksimile.