Signalstörung

Signalstörung

fast ist es nacht schon. die strecke ist gelegt zwischen weizenfeldern steht der zug für eine zeit lang stille nichts dringt von außerhalb der wind nicht trägt letzten vögel fort der stahlergraute himmel umspannt das firmament ruht fern auf einem kirchturm hinter bauminseln und hecken schützen alte mauern verborgen ein dorf das signal gestört auf […]

Foto ohne Retusche

Foto ohne Retusche

Vor gut zwei Jahren habe ich den herausragenden, wenn auch viel zu schmalen, Gedichtband „Vor dem großen Krieg“ von Michael Mäde rezensiert. Ich tat dies, und es gibt keinen Grund sich dafür zu entschuldigen, enthusiastisch. Die Gedichte allesamt hatten diese Leidenschaftlichkeit verdient. Nun ist, wiederum im verdienstvollen Verlag von Wiljo Heinen, das Büchlein „Foto ohne […]

Kolibri und Kampfflugzeug. Verdichtete Welten.

Kolibri und Kampfflugzeug. Verdichtete Welten.

Schon vor einiger Zeit ist im, ich schreibe es immer wieder: verdienstvollen Verbrecher-Verlag von Chaim Noll der Gedichtband Kolibri und Kampfflugzeug erschienen. Gedichte sind auf dem Marktplatz der unerträglichen Eitelkeiten, also auf dem Literaturmarkt nicht wohlgelitten. Das ist schade. Vor einigen wenigen Jahren lag der durchschnittliche Verkauf eines Lyrikbandes bei unter 400 Exemplaren, inklusive aller […]

Doppelter Dank an das Nobelpreiskomitee

Doppelter Dank an das Nobelpreiskomitee

Ich habe es ja zuvor schon im Cultureglobe geschrieben: Das zweite große Momentum der Preisverleihung an Bob Dylan, die meine volle Zustimmung findet, ist der nun ganz unverdeckte Offenbarungseid für große Teile der Literaturkritik. Wir wollen von Mülltonnen-Denis absehen, wer Bücher, die er nicht mag in den Müllkübel wirft gehört selbst hinein (und wegen seines […]

Ich kann das Land nicht sehen

Ich kann das Land nicht sehen

(1981, Plakatgedicht, unter dem Pseudonym Harm Jensen) Ich kann das Land nicht sehen, steh am Meer, die Sonne geht unter. Du bist bei mir. Ich will will bis in die Ewigkeit hier stehn. Es ist still — kein Straßenlärm, keine schreienden Menschen. … Ich liebe Dich — halt mich fest in den Wirklichkeiten sonst verlier […]

vom schlachtfeld will ich nicht berichten

vom schlachtfeld will ich nicht berichten

Im kleinen und, wie soll ich sagen?, etwas eigenartigen elbaol verlag hamburg, ist ein Büchlein mit Gedichten von Günter Abramowski erschienen. „vom turm“ heißt der schmale Band, ist zum Schleuderpreis von 5,95 Euro zu haben und auch in Ihrer Buchhandlung bestellbar. Ich schreibe auch Gedichte. Ich liebe Lyrik. Ich bin mit Heinrich Heine persönlich befreundet, […]

Sommerabend im Kloster Banz

Sommerabend im Kloster Banz

Vermutlich wird es einige geben, die einwenden werden, ich hätte nicht genug nach den Krinken gesucht, die doch sicher anzumerken wären, wenn auf Gelände des Klosters Banz, nicht unerheblich von der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt, ein Liedermacherfestival stattfände – und das schon seit 28 Jahren. Aber ich kann versichern: Es gibt gar nichts Negatives, dass ich irgendwem […]

Min Jehann | Ick sä em keen Wort

Min Jehann | Ick sä em keen Wort

Ich lese zwei Gedichte von Klaus Groth. (Aus Wikipedia: Groths Bestreben war es, die niederdeutsche Sprache als Literatursprache auszubauen. Dies bedeutete für ihn insbesondere die Abhandlung ernster Themen auf Plattdeutsch auf literarisch hohem Niveau. Groth versuchte zu verdeutlichen, dass die plattdeutsche Sprache zu allen Zwecken fähig ist. Allerdings betonte er, „dass die niederdeutsche Sprache nicht […]