Die Bäume fallen

Die Bäume fallen

Wie bangend nun die Bäume stehen,
stahlgraue Wolken überm stillen Land,
Die Buchen erheben flehend ihre Arme,
entkleidet ganz, nur Holz und Rinde noch,
die Wurzeln schon erfroren,
am Wegesrand betrachten Männer still,
die Schäferhunde an der Leine haltend,
die Bäume, die entblößt zum Himmel senden,
traumgeschöpft Hoffnungsrufe, lautlos
kreisen schwarze Vögel
über dem schwarzweißen Land,
Kalk steht bereit für Ast und Wurzel,
von Zeit zu Zeit gellen die Kommandos,
wie alle Spechte dieser Welt
klingts nun und alle Bäume fallen,
die Schäferhunde zerren an den Leinen,
und eine widerliche Stille
wird liegen überm kargen Land.
Die Kargheit bleibt, und bleibt und bleibt,
und jeder Baum, der wieder wächst
und Blätter trägt, wirft
einen Schatten, kahl im schönsten Sommer noch.