Errico Malatesta: Ungeschriebene Autobiografie
Ein Leben lang ergeben gekämpft
Der italienische Anarchist Errico
Malatesta (1853-1932) gehört zu den wohl interessantesten
Persönlichkeiten der internationalen anarchistischen Bewegung. Das
hatte schon Max Nettlau, der Herodot des Anarchismus erkannt, und ihn
um das Aufschreiben seiner Erinnerungen gebeten. Malatesta hatte sein
Leben lang der anarchistischen Idee ergeben. für sie gekämpft und
agitiert – bis zu seinem Lebensende in einem faschistischen
Italien. In diesem Zuge kam es zu Zusammentreffen u.a. mit den
russischen Revolutionären Michael Bakunin und Peter Kropotkin als
auch mit dem Italiener Guiseppe Fanelli, der den Weg für die
Gründung einer Sektion der Internationalen Arbeiter Assoziation
(IAA) auf der iberischen Halbinsel legte. Auch wenn er in erster
Linie seinen Stellenwert im internationalen libertären Spektrum
seiner agitatorischen Tätigkeit verdankt, darf man aber auch nicht
seinen theoretischen Beitrag für die Bewegung vergessen.